Alpenrobotik – Automation & Robotik-Integration

Ratgeber

Wann lohnt sich ein Reinigungsroboter?

Ob sich ein Reinigungsroboter rechnet, hängt von Ihren Flächen, Ihrem heutigen Aufwand und Ihrem Betrieb ab. Mit fünf Schritten können Sie das selbst prüfen, bevor Sie eine Offerte einholen.

Kurzantwort

Wann es sich meistens lohnt und wann eher nicht

Ein Reinigungsroboter lohnt sich in der Regel dort, wo grosse, zusammenhängende Flächen regelmässig gereinigt werden und wo die Reinigung heute viel Arbeitszeit bindet. Typische Beispiele sind Flure, Hallen, Lobbys, Lager und Produktionsbereiche.

Eher nicht lohnt er sich bei kleinen, stark möblierten oder verwinkelten Flächen, bei sehr seltener Reinigung oder wenn der Boden voller Stufen und Schwellen ist. Auch dann gibt es manchmal Lösungen, aber die Rechnung fällt knapper aus.

Wichtig: Ein Roboter nimmt die gleichförmige Flächenarbeit ab. Ecken, Treppen und Feinarbeiten bleiben Handarbeit. Rechnen Sie deshalb mit einer Entlastung Ihres Teams, nicht mit einem vollständigen Ersatz der Reinigung.

Eher geeignet

  • Grosse, zusammenhängende Flächen
  • Regelmässige Reinigung, mehrmals pro Woche
  • Wenig Möblierung und Hindernisse
  • Zeiten ohne Personen, zum Beispiel nachts

Eher knapp

  • Kleine oder verwinkelte Räume
  • Viele Stufen und Schwellen
  • Sehr seltene Reinigung

In fünf Schritten

So rechnen Sie es für Ihren Betrieb durch

1. Flächen erfassen

Notieren Sie, welche Bereiche gereinigt werden, wie gross sie sind, welche Böden es gibt und wie oft pro Woche gereinigt wird.

2. Heutigen Aufwand bestimmen

Zeit pro Durchgang mal Durchgänge pro Jahr mal Ihre internen Stundenkosten. Das ist Ihr heutiger Reinigungsaufwand für diese Flächen.

3. Eignung der Flächen prüfen

Sind die Flächen zusammenhängend? Gibt es Stufen, Schwellen oder Aufzüge auf dem Weg? Wann sind keine Personen im Bereich?

4. Kosten des Roboters einholen

Fragen Sie nach Anschaffung oder Miete, Einrichtung, Schulung, Verbrauchsmaterial und Betreuung. Vergleichen Sie Angebote auf derselben Grundlage.

5. Vergleichen und vorsichtig rechnen

Setzen Sie nur die Zeit an, die der Roboter wirklich übernimmt. Handarbeit für Ecken und Nacharbeit bleibt bestehen. Rechnen Sie über eine realistische Nutzungsdauer.

Weitere Faktoren

Nicht alles lässt sich in Franken ausdrücken: gleichmässige Qualität, Reinigung ausserhalb der Gästezeiten und mehr Zeit des Teams für Aufgaben, die Menschen besser können.

Rechenhilfe

Die einfache Formel

Heutiger Aufwand pro Jahr = Zeit pro Durchgang × Durchgänge pro Jahr × Stundenkosten.

Jahreskosten mit Roboter = Kosten für Roboter und Betreuung pro Jahr + verbleibende Handarbeit.

Ist der zweite Wert über eine realistische Nutzungsdauer klar tiefer als der erste, spricht die Wirtschaftlichkeit für den Einsatz. Liegen beide nah beieinander, entscheiden die weichen Faktoren und die Eignung der Flächen.

Berggebiet und Saisonbetrieb

Bei Saisonbetrieb zählt nur die Zeit, in der der Roboter wirklich arbeitet. Rechnen Sie mit der tatsächlichen Auslastung, nicht mit dem ganzen Jahr. Prüfen Sie auch Rampen, Schwellen und die Anbindung an den Aufzug (siehe Robotik-Integration).

Häufige Fragen

Fragen zur Wirtschaftlichkeit

Ab welcher Fläche lohnt sich ein Reinigungsroboter?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Es kommt darauf an, wie zusammenhängend die Flächen sind, wie oft gereinigt wird und wie viel Zeit die Reinigung heute bindet. Wir rechnen es mit Ihren Zahlen durch.

Ersetzt der Roboter die manuelle Reinigung?

Nein. Er übernimmt die gleichförmige Flächenarbeit. Ecken, Treppen und Feinarbeiten bleiben bei Ihrem Team.

Was, wenn es sich bei uns noch nicht rechnet?

Dann sagen wir Ihnen das offen. Manchmal lohnt es sich später, zum Beispiel bei einem Umbau oder wenn sich die Flächen ändern.

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