Ratgeber
Berghotel und Saisonbetrieb: So rechnen Sie die Auslastung richtig
Im Saisonbetrieb zählt nicht das Jahr, sondern die Zeit, in der der Roboter wirklich arbeitet. So rechnen Sie die Auslastung Ihres Hauses realistisch durch.
Kurzantwort
Warum die Saison in die Rechnung gehört
In einem Berghotel ist die Auslastung nicht gleichmässig. Zwischen Hochsaison, Zwischensaison und Pause schwankt der Reinigungs- und Transportaufwand stark. Wer einen Roboter nach dem Jahresdurchschnitt rechnet, rechnet zu optimistisch.
Ein Roboter hat Kosten, die zum Teil das ganze Jahr laufen. Der Nutzen entsteht aber nur in den Wochen, in denen Ihr Team Zeit spart. Deshalb gilt im Saisonbetrieb: Je weniger Einsatzwochen, desto knapper die Rechnung, und desto wichtiger ist es, mit der echten Auslastung zu rechnen.
Das heisst nicht, dass sich ein Roboter nie lohnt. Bei langen Wegen und viel Aufwand in der Hochsaison kann er auch im Saisonbetrieb sinnvoll sein. Die Frage ist, ob es sich bei Ihnen rechnet.
Eher geeignet
- Lange Wege, zum Beispiel Zimmer bis Wäscheraum
- Viel Wäsche- und Reinigungsaufwand in der Hochsaison
- Gästefreie Zeiten für die Reinigung
Eher knapp
- Sehr kurze Saison
- Kleines Haus mit kurzen Wegen
- Viele Stufen und Schwellen
In fünf Schritten
So rechnen Sie die Auslastung durch
1. Einsatzwochen bestimmen
Zählen Sie, in wie vielen Wochen pro Jahr Ihr Haus offen ist und wie sich diese auf Hochsaison, Zwischensaison und Nebensaison verteilen.
2. Aufwand pro Phase erfassen
Notieren Sie für jede Phase, wie viele Stunden pro Woche gereinigt oder transportiert wird. In der Hochsaison ist der Aufwand meist am grössten, in der Zwischensaison deutlich kleiner.
3. Feste und laufende Kosten trennen
Einige Kosten fallen das ganze Jahr an, auch wenn das Haus geschlossen ist, andere nur im Betrieb. Fragen Sie bei jedem Angebot, was zu welcher Gruppe gehört.
4. Über mehrere Saisons rechnen
Verteilen Sie die Kosten auf eine realistische Nutzungsdauer von mehreren Saisons und vergleichen Sie mit dem Aufwand, den Sie heute tatsächlich haben.
5. Wege und Gebäude prüfen
Schwellen, Stufen, Rampen und der Aufzug entscheiden, ob ein Roboter im Haus überhaupt sinnvoll fahren kann. Das prüfen wir bei der Begehung vor Ort.
Weitere Faktoren
Weniger Wege für das Team in der Hochsaison, Reinigung ausserhalb der Gästezeiten und gleichmässige Qualität lassen sich nicht in Franken ausdrücken, zählen aber im Alltag.
Rechenhilfe
Die Saison einfach einrechnen
Nutzungsgrad = Einsatzwochen pro Jahr ÷ 52 Wochen.
Kosten pro Einsatzwoche = Jahreskosten ÷ Einsatzwochen.
Ein Beispiel ohne Preise: Wird der Roboter in 30 statt 52 Wochen gebraucht, ist der Nutzungsgrad rund 58 Prozent. Jede Einsatzwoche trägt dann rund 1,7-mal so viel Fixkosten wie bei ganzjährigem Betrieb (52 ÷ 30). Das ist keine Offerte, sondern zeigt, warum die Saison in die Rechnung gehört.
Ist der Nutzen in den Einsatzwochen über mehrere Saisons klar höher als die Kosten, spricht die Wirtschaftlichkeit für den Einsatz. Liegen beide nah beieinander, entscheiden Eignung der Wege und die weichen Faktoren.
Das schauen wir uns bei Ihnen an
- Wege zwischen Zimmern, Lift und Wäscheraum
- Reinigungsflächen und Bodenbeläge
- Zeiten ohne Gäste
- Saison und Auslastung
Mehr zum Thema: Hotellerie und Gastronomie und Robotik-Integration.
Häufige Fragen
Fragen zum Saisonbetrieb
Lohnt sich ein Roboter, wenn unser Haus nur wenige Monate offen ist?
Das kann sein, ist aber knapper. Entscheidend ist, wie viele Stunden der Roboter in der Saison tatsächlich arbeitet und wie viel Handarbeit er in dieser Zeit ersetzt. Wir rechnen es mit Ihren Zahlen durch und sagen offen, wenn es sich noch nicht lohnt.
Was passiert mit dem Roboter in der Nebensaison?
Das hängt vom Gerät und von der Vereinbarung ab. Klären Sie vor einer Entscheidung, wo das Gerät steht, ob Wartung oder Akkupflege in der Pause nötig sind und ob sich die Pause auf die Kosten auswirkt.
Muss ich mit dem ganzen Jahr rechnen oder nur mit der Saison?
Rechnen Sie mit der Zeit, in der der Roboter wirklich einen Nutzen bringt. Kosten, die das ganze Jahr laufen, setzen Sie dem Nutzen der Saison gegenüber. So wird die Rechnung nicht zu optimistisch.
Können Roboter auch ausserhalb der Gästezeiten arbeiten?
Ja, die Reinigung kann je nach Haus zum Beispiel nachts laufen. Das hilft besonders in der Hochsaison, wenn tagsüber viele Gäste im Haus sind. Wir prüfen das bei der Begehung gemeinsam.
Weiterlesen
Passende Seiten
Wann lohnt sich ein Reinigungsroboter?
Die Grundrechnung in fünf Schritten.
Hotellerie und Gastronomie
Wäsche, Geschirr und Böden automatisieren.
Alpenrobotik in Kürze
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick.
Kontakt
Ihre Saison gemeinsam durchrechnen?
Schreiben Sie uns kurz, wie Ihr Haus aufgebaut ist und wann es offen ist. Wir melden uns und rechnen mit Ihnen durch, was sich lohnt.
Das Gespräch ist unverbindlich. Wir verwenden Ihre Angaben nur, um Ihre Anfrage zu beantworten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
